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Halle (Saale)
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Halle (Saale)


Halle an der Saale ist Verkehrsknotenpunkt und wichtiges Wirtschaftszentrum Mitteldeutschlands. Mit Persönlichkeiten wie Händel, Luther und Francke hat sich Sachsen-Anhalts zweitgrößte Stadt vor allem kulturell einen Namen gemacht, doch auch Hallorenkugeln, die Design-Hochschule Burg Giebichenstein und der erste Bergzoo Deutschlands zählen zu den Aushängeschildern der Händelstadt.

Die erste elektrische Straßenbahn Deutschlands nahm im April 1891 in Halle den Betrieb auf. Mit der Einführung dreier weiterer Linien kurze Zeit später wurde Halle zur Stadt mit dem ersten elektrischen Straßenbahnnetz Europas. Übrigens: Hören Sie beim Fahren genau hin! Die Ansagen der Straßenbahn sind mit Informationen rund um die Stadt gespickt.

Franckesche Stiftungen zu Halle

Die Schulstadt des Theologen August Hermann Francke gibt Einblicke in 300 Jahre Schulwesen. Franckes weitblickende Reformen und sein soziales Engagement begründeten den Ruf der Stadt Halle über die Grenzen Europas hinaus. In der um 1700 gegründeten Schulstadt sollte ein vielgliedriges Schulsystem erstmals Kinder unabhängig von ihrem sozialen Stand fördern. Besonders interessant ist die Kunst- und Naturalienkammer. Martina aus Naumburg empfiehlt die Stiftungen, weil sie „durch ihr einzigartiges Bauensemble und die historische Kulissenbibliothek beeindrucken”.

www.francke-halle.de

Stadtmuseum Halle

Das Stadtmuseum Halle lässt die über 1.200 Jahre alte Geschichte der Stadt an der Saale in zwei ständigen Ausstellungen lebendig werden. Die Geschichte des Hauses selbst reicht vom Wohnhaus des Philosophen Christian Wolff (1679-1754) bis hinein in die Industriekultur.

"Entdecke Halle!" ist die lebendige, stadtgeschichtliche Dauerausstellung, in welcher spannende Stadtgeschichte(n) erzählt wird. Hier gilt es, zu entdecken, zu hören und zu riechen. Ausgestellt werden unter anderem einstige Exportwaren "made in Halle" und die Wahrzeichen der Stadt. In einer Porträtgalerie und der Station mit verschiedensten Biographien werden echte Menschen und ihre ganz persönlichen Geschichten vorgestellt. Unabhängig von ihrem Bekanntheitsgrad haben deren Handeln und Wirken die Stadtentwicklung nachhaltig beeinflusst und damit die Stadt Halle unverwechselbar gemacht. "Entdecke Halle!" lädt mit einer offenen, frischen Raumgestaltung, verständlichen Geschichten, Frage-Antwort-Propellern und Sammelbildern Besucher jeglichen Alters ein. Die Ausstellung ist barrierefrei und damit ebenso für Mobilitätseingeschränkte wie Sehbehinderte geeignet.

Die zweite Dauerausstellung widmet sich frei nach einem Ausspruch Christian Wolffs über Geselligkeit und die "Freyheit zu philosophieren" dem Zeitalter der Aufklärung und dem Leben im 18. Jahrhundert. So erzählt zum Beispiel ein imposanter Schlitten aus dieser Zeit, welches weniger gute Ende eine studentische winterliche Schlittenfahrt nehmen kann.

www.halle.de

Stadtmuseum Halle

Halloren Schokoladenfabrik

Mitten in das Sinnenreich der Schokolade lädt das Halloren Schokoladenmuseum: Hier erfahren seine Besucher interessante Fakten zur Entwicklung von Deutschlands ältester Schokoladenfabrik, bekommen Hintergrundinformationen zum Ursprung des Kakaos, zur Herstellung von Schokolade und zu den Geheimnissen moderner Pralinen.

So wurde im Jahr 1952 bei Halloren erstmals jene Spezialität kreiert, deren Form an die Silberknöpfe an den Festgewändern der halleschen Salzsieder erinnert. Heute haben sich die original Halloren Kugeln einen festen Platz in den Supermärkten und den Herzen vieler Naschkatzen erobert. Im Pralineum, der Pralinenmanufaktur im Museum, können Besucher den hauseigenen Chocolatiers bei der traditionellen Fertigung von Pralinen, Schöpfschokoladen und individuellen Präsenten auf die Finger schauen. Exklusive Einblicke in die industrielle Arbeitsweise der Halloren Confiserie bietet ein Panorama-Schaugang.

Besonders verlockend sind die Schokoladenkunstwerke: Neben dem neuen Schokoladenzimmer aus 1,5 Tonnen Schokolade, seit Ostern 2017 in komplett neuem Gewand, gibt es viele weitere kleine und größere Schokoladenexponate zu bewundern. Insgesamt wurden im Schokoladenmuseum 3,5 Tonnen Schokolade zu süßen Kunstwerken verarbeitet. Neben dem Halloren Schokoladenmuseum bieten ein großzügiger Fabrikverkauf und ein gemütliches Galerie-Café weitere leckere Angebote.

www.halloren.de

Kind vor Halloren-Fenster

Landesmuseum für Vorgeschichte

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle gehört zu den wichtigsten archäologischen Museen in Mitteleuropa. Der umfangreiche Sammlungsbestand mit weit mehr als 16 Millionen Funden umfasst zahlreiche bedeutende Stücke wie zum Beispiel die weltberühmte "Himmelsscheibe von Nebra" (UNESCO-Dokumentenerbe).

Archäologen haben in lichten Sälen Szenen aus dem Alltag der ersten Bewohner Mitteldeutschlands nachgezeichnet, die eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise zu den Wurzeln der europäischen Menschheitsgeschichte ermöglichen. Außergewöhnliche Inszenierungen lassen ein realistisches Bild des Lebens von der Steinzeit bis zur frühen römischen Kaiserzeit entstehen, mit wilden Höhlenlöwen und imposanten Mammuts, nachdenklichen Neandertalern, Schamanen, Totenkammern, goldreichen Fürstengräbern und natürlich der "Himmelsscheibe von Nebra", der ältesten konkreten Himmelsdarstellung der Menschheit. Auch nach 3.600 Jahren zieht dieser Jahrhundertfund mit seinem Fundkrimi, der geheimnisvollen astronomischen und mythologischen Symbolik, dem Glanz des Goldes und der Einmaligkeit jeden Betrachter in seinen Bann.

www.lda-lsa.de

Landesmuseum für Vorgeschichte